









Kemnade-International






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Museumsschließung: RuhrKunstMuseen kritisieren kulturfeindliche
Sparphantasien
Museumsnetzwerk reagiert auf Absicht, Kunstmuseum Bochum zu schließen
25. Januar 2012.
Die Direktorinnen und Direktoren der RuhrKunstMuseen appellieren an die
Verantwortlichen der Landes- und Kommunalpolitik, den Bestand öffentlicher Museen
und Sammlungen langfristig zu sichern und nicht zum Spielball bürokratischer
Spar- und Abbruchphantasien zu machen.
«Erinnern sollte nicht zu Denkmalspflege verkommen»
Ein Statement des Archivs für KulturArbeit zu einer Möglichen Kooperation
mit der Kulturakademie-Ruhr

im Januar u.a. mit
Paul Poets:
Empire Me

Eine dokumentarische Reise in Utopien

präsentiert
Tragödien des Alltags - zum Schreien komisch:
Multimedialer Theaterabend von Theater Gegendruck zum großen russischen
Autor Daniil Charms hat zum Jahresbeginn 2012 Premiere
21. Januar 2012
in der Altstadtschmiede Recklinghausen
 präsentiert:

Die leidenschaftliche und engagierte Amateurschauspielerin
Gülden Koç begeisterte zuletzt im PostdramaEnsemble des Katakomben-Theaters mit ihren
Auftritten in «Ein Koffer voll Welt».

Das Katakomben-Theater in Essen: interkulturell, vielfältig, vielschichtig
Anfang des vergangenen Jahres startete das Katakomben-Theater mit neuen Ideen
und Vorhaben ins neue Jahr; es sollte ein Zentrum für Weltmusik geggründet werden.
Später erwuchs daraus die Idee, eine «Kulturakademie-Ruhr» mit Schwerpunkt
Weltmusik und Jazz zu etablieren. Im Oktober war es dann so weit; das
Akademie-Projekt wurde offiziell ins Leben gerufen und der Ruhr-2010-Initiator
und Chef Oliver Scheytt hielt bei der Eröffnung ein Impulsreferat.
Was im vergangenen Jahr angelegt und begonnen wurde, soll, wenn es nach dem
Willen und den Plänen des Leitungsteams geht, in diesem Jahr gefestigt und
ausgebaut werden. Stadt Essen und das Land prüfen eine Förderung, zeigen sich
aber bisher eher zurückhaltend.
Nichtsdestotrotz sind die Macher des
Katakomben-Theaters optimistisch und blicken voller Tatendrang in das Jahr 2012.
Schließlich gibt es schon gute Kooperationen zwischen dem Katakomben-Theater und
Ilse Storbs Labor für Weltmusik, die an der Folkwang Musikschule verankert ist, mit
einzelnen Lehrenden der Folkwang Universität und mit Studierenden und jungen
Absolventinnen und Absolventen. Zum Beispiel präsentiert Professor Thomas
Hufschmidt CLUBDATES:

und die jungen Folkwang-Absolventinnen Laura Totzke und Mara Minjoli sorgen
für «JoungFreshJazz.»
Das Leitungsteam verspricht sich auch einiges von dem im
vergangenen Jahr ins Leben gerufenen PostdramaEnsemble.
Eine bedeutende Persönlichkeit der Interkulturarbeit in NRW
verabschiedet sich
Nach dreißig Jahren Dienstzeit bei der Stadt Duisburg verabschiedet sich
einer der engagiertesten und bekanntesten Interkulturarbeiter des Landes
von seinem städtischen Angestelltensein. Tayfun Demir war zuletzt im Referat
für interkulturelle Kulturarbeit der Stadt Duisburg tätig, hatte zuvor noch
den Vorsitz im Vorstand des DTR-Kulturrates inne, bis er von diesem Amt zurücktrat,
das er als Nachfolger von Faruk Þen, des ehemaligen Leiters des Zentrums für
Türkeistudien übernommen hatte. Immer wieder mischte sich Tayfun Demir mit
interessanten und engagierten Ansichten in die Interkulturarbeit ein, organisierte
Tagungen und Festivals. U.a. war er bei der Gründung des MELEZ-Festivals 2005
in der Bochumer Jahrhunderthalle dabei. In diesem Jahr brachte er auch ein Magazin unter
dem Titel MelezArt heraus.

Eine einmalige Sonderedition eines Magazins auf künstlerisch
und literarisch hohem Niveau, dessen regelmäßiges Erscheinen nicht
eingerichtet werden konnte.

Tayfun Demir (links) präsentiert nicht ohne Stolz
die Zeitschrift MELEZArt auf dem MELEZ-Festival 2005 in der jahrhunderthalle.
Und Faruk Þen (rechts) bemerkt dazu: «So eine schöne Zeitschrift und
kein Wort über das Zentrum für Türkeistudien?!»
Am 1. April 2008 organisierte Tayfun Demir eine große Zusammenkunft von
Interessenten an einem Deutsch-Türkischen Kulturrat in der Alten Feuerwache
in Duisburg, wozu der damalige Vorsitzende Faruk Þen offiziell einlud, dem Treffen
aber fernblieb, an dem sich nahezu 100 Menschen aus NRW beteiligten.
Zu Tayfun Demirs Publikationen zählen auch zwei wichtige
Bibliographien über die türkische Literatur in deutscher Sprache und über
türkischstämmige Autoren unter dem Titel «Türkische Literatur in deutscher Sprache»
und «TürkischDeutsche Literatur. Chronik literarischer Wanderungen». Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehört die
Einrichtung einer türkischsprachigen Bibliothek in der Duisburger Stadtbüherei, wo er
vor seiner Zeit im Referat für interkulturelle Kulturarbeit als Bibliothekar
beschäftigt war.
Rechtzeitig im Oktober 2011 anlässlich des Abschlusses eines Anwerbeabkommens zwischen der
Bundesrepublik und der Republik Türkei vorn 50 Jahren brachte er in dem
von ihm gegründeten Verein Dialog e.V. unter der
Rubrik «Dialog Edition» die von Sabine Adatepe angefertigte Übersetzung von
Fakir Baykurts Roman «Yarým Ekmek» (Halbes Brot) heraus.
Montag, 28. November 2011
20.00 Uhr, in der Zentralbibliothek
Düsseldorfer Straße 5-7, 47051 Duisburg
stellt Tayfun Demir gemeinsam mit der Übersetzerin Sabine Adatepe den Roman vor
und feiert zugleich seinen Abschied von seinem Angestelltenverhältnis bei
der Stadt Duisburg. Möge dieser Schritt in den Ruhestand kein Schritt in einen
Stillstand im Leben voller Aktivitäten von Tayfun Demir sein.
Uri Bülbül
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