CREOLE-Nacht im Dezember
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Ein hochmusikalischer Klangkosmos aus dem Loop und eine Sängerin unter Verdacht...

CREOLE-Nacht am 13. Dezember 2015 20.00 Uhr

Kazým Çalýþgan, Berater und Juror bei dem Weltmusikwettbewerb Creole, ist das Rückgrat des Katakomben-Theaters in Sachen Musik. Seine künstlerische Leitung macht das Katakomben-Theater zum Zentrum für Weltmusik. In Kooperation mit dem Landesmusikrat NRW ist es ihm gelungen, eine Creole-Nacht in Essen einzurichten.

Am 13. Dezember 2015 werden CATS N FRUITS und Kapelsky & Marina zu sehen und zu hören sein.

Die Sängerin von CATS N FRUITS Katy Sedna steht im Verdacht zu den besten WeltmusikerInnen in Deutschland zu gehören. «Die Ausflüge der Sängerin Katy Sedna klingen authentisch, gekonnt, fundiert, stimmig», wird im WDR3 über sie gesagt und die Leichtigkeit der Musik sei der Schwerkraft entzogen. Aber zu einem Duo gehören immer zwei: Mit von der Partie ist Herr Weber, der getrost als EIN-MANN-ORCHESTRA bezeichnet werden kann; er spielt die erste Geige, Akkordeon und noch einiges mehr, wenn durch Loops Instrumente und Töne sich überlagern.

Und zu einer Creole-Nacht gehören auch immer mindestens zwei: Mit CATS N FRUITS teilen sich KAPELSKY & MARINA die Nacht in den Katakomben. Hier eine Aufnahme aus dem Berliner Maxim Gorki Theater:

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The JAZZ-DAY
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Jazz for the People
am 18. November 2015
Hundertmal Jazz - Jubiläumskonzert im Katakomben-Theater

Die Reihe «Jazz for the People» hatte im Februar 2013 Premiere: Marc Brenken begann mit der Umsetzung seiner Idee, einmal in der Woche regelmäßig und konsequent ein Jazz-Konzert anzubieten und mit dem Publikum plaudernd ins Gespräch zu kommen. Mit Jean-Yves Braun (Gitarre) und Hermann Heidenreich (Schlagzeug) und Marc Brenken selbst am Klavier und Keyboard bilden drei versierte Jazzer und Jazz-Kenner das Rückgrat der vom Publikum sehr gern angenommenen Reihe Jazz for the People. Diese drei mit ihren hinzu kommenden geladenen Gästen beglücken mittwochs im Katakomben-Theater das 50-80 Personen starke Publikum. So gibt es in Essen-Rüttenscheid im Girardet Haus einen Hauch von Jazz-Club-Atmosphäre. Am Mittwoch, 18. November 2015 findet nun das 100. Konzert statt.

Sowohl jazztypische Instrumente wie Saxophon und Trompete sind immer wieder dabei, als auch zuweilen Akkordeon, Geige, Querflöte oder südamerikanische Perkussion. Gesangssolisten bereichern das Programm zusätzlich und sorgen für Abwechslung. Langeweile ist auch für nächsten 100 Konzerte nach diesem Konzept nicht zu befürchten. Erfreulich gut gelaufen seien auch die gelegentlichen Wunschkonzerte, so Marc Brenken, bei denen die drei Musiker musikalische Wünsche des Publikums spontan umsetzen.

Für das 100. Mal Jazz for the People stehen folgende Gäste auf dem Programm:

Lars Kuklinski (Trompete)
Dimitrij Markitantov (Altsaxophon)
Alex Morsey (Kontrabass)

Diese erfolgreiche Reihe gab auch den ermutigenden Impuls zum TRANSAESTHETICS-TRIO, das seit Mai 2014 montags Oriental-Jazz im Katakomben-Theater anbietet.

Der Eintritt ist montags und mittwochs frei. IMPRESSUM

Der Tückentürke vom 12. bis zum 28. Juni mit Türkentücken

Die Deutsch-Türkischen Kabarett-Tage im Katakomben-Theater

Bereits zum 7. Mal finden die Deutsch-Türkischen Kabarett-Tage im Katakomben-Theater statt. Im vergangenen Jahr überschattete das Grubenunglück in SOMA die Eröffnung. Der CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Thomas Kufen hielt zur Eröffnung der 6. Kabarett-Tage eine ergreifende Rede und erinnerte nicht nur an die Risiken des Bergbaus und der damit verbundenen möglichen tragischen Unfälle, sondern wies auch darauf hin, dass die Opfer schier ein zweites Mal stürben, wenn man die Kommentare des türkischen Präsidenten Erdogan zu hören bekäme. «Glück Auf!» sei keine Phrase, sondern immer ein Bergmannsgruß, der auch an die Gefahren erinnere, zugleich aber sich dem Leben zuwende.

Das Leben aber blieb, nicht wie das Lachen im Hals, stecken und stehen, sondern ging weiter. Dennoch sollten wir auch dieses Jahr nicht vergessen, dass zahlreiche Unglücke, Kriege, Hunger und Not in der ganzen Welt Menschenleben kosten. Das Lachen aber kann eine Befreiung sein angesichts des Leids, eine Hinwendung zum Leben, eine Ermutigung es in Zukunft besser zu machen. Ein «Glück auf».

Wo aber ist diese Zukunft? Im Mittelmeer ertrinkende Menschen, etliche Krisenherde, Waffenexporte, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und eine blindwütig zerstörende Organisation namens «IS», unaufgedeckte Hintergründe der NSU-Morde usw. diese Reihe kann unmöglich einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Nichts ist angesichts dieser trüben Aussichten so wichtig wie den Humor zu behalten, der ja bekanntlich dadurch definiert ist, dass man TROTZDEM lacht - sagt der Tückentürke und geht in die siebte Runde.


Die Tücken der Türken | Kabarett-Tage - das Programm auf einem Blick | IMPRESSUM

TRANSAESTHETICS TRIO meets DILSHAD & IMRAN KHAN (Indien)

Im Katakomben-Theater

Das Trio Fethi Ak, Kazým Çalýþgan und Jens Pollheide und ihre Gäste experimentieren und erproben neue musikalische Zustände. «Transaesthetics» ist nicht nur ein Gruppenname, ein Bandtitel, sondern ein musikalisches Programm. Kombiniert werden Stilrichtungen und Genres mit anderen Musikern und deren musikalischen Interessen, Schwerpunkten, Traditionen und Stilen. So wird es zu einem offenen System, das vom Durchfluss asiatischer, indischer, fernöstlicher Musiktraditionen, Stile und Instrumente in Kombination mit westlichen und anatolischen Musiktraditionen und Stilen lebt.

Am Sonntag, 07. Juni 2015 um 20.00 Uhr trifft Transaesthetics auf DILSHAD & IMRAN KHAN (Indien).

Im Juni 2014 kam es innerhalb der von Jens Pollheide kuratierten Reihe «groove club intercontinental» im Dortmunder domicil zum musikalischen Treffen des Transeasthetics Trio (Kazým Çalýþgan - kopuz, vocal, perc., Fethi Ak- percussion, Jens Pollheide - flutes, bass) mit Dilshad Khan (sarangi, gesang) und Imran Khan (sitar, gesang). Den Tabla-Part übernahm das erst 15jährige Dortmunder Talent Navid Delawazarda.

Alle Musiker und auch das Publikum waren derart begeistert vom spontanen Zusammenspiel, dass für das Folgejahr nun mehrere gemeinsame Auftritte geplant wurden. Im Zentrum steht dabei die Begegnung der Musiker und die Zusammenführung der jeweiligen musikalischen Einflüsse. Besetzung:

Dilshad Khan - sarangi (Indien)
Imran Khan - sitar (Indien)
Navid Delawazarda - tabla
Kazim Calisgan - kopuz, vocal, perc.
Fethi Ak - percussion
Jens Pollheide - bass, flutes




Improvisation. Intuition. Kommunikation

Neue Musik in den Katakomben - nicht nur im "klassischen" Sinn

Uri Bülbül über die Montagsreihe TRANSAESTHETICS im Katakomben-Theater

Die Kunst des Tänzers Danilo Cordoso vermag man erst richtig einzuschätzen und als das zu begreifen, was sie wahrhaft ist: mehr als zu bewundernde Körperakrobatik, wenn man berücksichtigt, dass die Performance insgesamt auf Improvisationen aufbaut und keinerlei vorgefertigte Choreographie besitzt. Überhaupt ist das für TRANSAESTHETICS (bestehend aus dem Trio: Kazým Çalýþgan, Fethi Ak und Jens Pollheide) basale Prinzip das dialektische Verhältnis zwischen Text, Notation, Vorplanung auf der einen und Freiheit der Improvisation auf der anderen Seite.


Fortsetzung... | IMPRESSUM

Foto: Ulrike von Loeper

Klassisch.Unterirdisch.
Zeitwirbel
OCTANS Ensemble, Gérard Grisey Vortex Temporum
Neue Musik in den Katakomben

Weltmusikzentrum öffnet sich für Experimente: Katakomben-Theater Essen.
Am Pfingstsonntag 14.00 Uhr




Önder Baloðlu, Konzertmeister bei den Duisburger Philharmonikern, möchte weitere Kreise mit der Klassik ziehen, an neuen Spielorten neue Menschen erreichen. Seine Konzertreihe im Katakomben-Theater ist ein Ohrenschmaus für alte und neue Klassikliebhaber und Menschen, die sich auf das Wagnis ebenso einlassen wollen wie Önder Baloðlu und dadurch womöglich zu Klassikfreunden werden. Das Katakomben-Theater bietet dafür ein ungezwungenes und unbelastetes Ambiente. Hier sind nicht nur Jazz und Weltmusik zuhause, sondern auch Klänge ernster europäischer Musik.

Gerard Grisey wurde 1946 in Belfort geboren. Nach Studien in den Fächern Kontrapunkt, Harmonielehre und Musikwissenschaften besuchte er zwischen 1968 und 1972 die Kompositionsklasse Olivier Messiaens am Pariser Konservatorium. Gemeinsam mit weiteren Absolventen gründete er 1973 die Gruppe L'Itinéraire, die in der Musique Spectrale eine ästhetische Gegenbewegung zur seriellen Komposition schuf. Grisey und die anderen Mitglieder des Itinéraire forderten eine Rückkehr zum Klang und eine Abkehr von außermusikalischen Inhalten, wie sie die serielle Musik kennzeichneten. Ihr Interesse galt der kompositorischen Arbeit mit dem Obertonspektrum der Töne. Der Name der Gruppe, der mit «Der Pfad» übersetzt werden kann, möchte diesen Rückbezug zum Klang verdeutlichen. Wenige Jahre vor dem frühen Tod des Komponisten entstand Vortex Temporum, eine groß angelegte Komposition für Klavier und fünf Solo-Instrumente, deren drei Sätze durch Zwischenspiele miteinander verbunden sind. Die Prinzipien der Musique Spectrale sind in diesem späten Werk in ein erweitertes Stadium getreten: Einzelne Töne des Klaviers werden um einen Viertelton tiefer gestimmt, dass Klangbild des Ensembles somit verändert. Die einzelnen Abschnitte des Werks sind Kollegen Griseys gewidmet: Der Kopfsatz ist Gerard Zinsstag zugeeignet, der mittlere Salvatore Sciarrino und der die Komposition beschließende dritte Satz Helmut Lachenmann.
Ekaterina Ryzhova, Flöte
Blake Weston, Klarinette
Önder Baloðlu, Violine
Lukas Pfeiffer, Viola
Yan Vaigot, Cello
Luca Iracitano, Klavier
Cecilia Castagneto, Leitung


Weitere Termine Klassisch.Unterirdisch

Oudnight

Oriental-Jazz Quartett am Freitag, 17. April 2015 um 20.00 Uhr im Katakomben-Theater Essen.

Ein musikalisches Projekt, das in seinen Kompositionen die Oud (eines der wichtigsten und bekanntesten Musikinstrumente des Nahen Osten) mit Geige, Bass und Schlagzeug in einer besonderen Weise zusammenbringt. Das Quartett präsentiert eine Musik die vielschichtig ist. Das kompositorische Material basiert auf der wichtigsten Grundlage der orientalischen Musik, nämlich dem Maqam (arabisch «Standort»), auf welchem traditionell alle Melodien aufgebaut werden. Es gibt sieben Haupt-Maqamat in der orientalisch-nahöstlichen Musik und viele andere Neben-Maqamat. Jeder Maqam hat einen eigenen Charakter und schafft eine spezifische musikalische Atmosphäre. Diese Maqamat in freien, modernen Formen einzusetzen und sie mit gängigen orientalischen, westlichen oder auch ethnischen Rhythmen zu kombinieren, führt zu einem aussergewöhnlichen musikalischen Ergebnis. Es begegnen sich orientalische Elemente des Oud mit Entlehnungen des Jazz und anderer improvisierter Musik von Geige, Kontrabass und Perkussion. Diese Synthese unterschiedlicher musikalischer Traditionen kann weder als orientalische, noch als westliche Musik bezeichnet werden, sondern ermöglicht und gestaltet eine neue musikalische Sprache. Oud Night (Oriental-Jazz Quartett) wird präsentiert von:

Raed Khoshaba Oud/Komponist
Nina Leonards Geige
Harald Ingenhag Schlagzeug
Sebastian Räther Bass


IMPRESSUM | Editorial

Klangreise Afrika führt dieses Mal nach Senegal

Samstag, 18. April 20.00 Uhr im Katakomben-Theater Essen.

Haware - Aidara Seck and friends aus dem Senegal Tradition trifft Moderne

Aidara Seck -Ausnahmemusiker und Multiinstrumentalist der Spitzenklasse- ist mit einer betörenden Stimme und einnehmender Bühnenausstrahlung gesegnet. An diesem Abend verwöhnt er das Publikum mit der Musik seiner Band bestehend aus Traditionellem aus Senegal und eigenen Kompositionen, ganz im Sinne von Haware.


Klangreise Afrika

Afrikas Musikwelt bietet eine enorm mitreißende, faszinierende und bewegende Vitalität. Der Anziehungs- und Ausstrahlungsraft afrikanischer Klänge kann kaum jemand widerstehen. Ein Grund mag darin liegen, dass diese Musik auf uralten Traditionen und kulturellen Erfahrungen beruht und den Menschen diese vermittelt. Kunst, Musik und Magie bilden eine Einheit und überliefern Geheimnisse und Bräuche von Stämmen und Gesellschaften.

Auch dem orientalischen Sufismus, von dessen Musik sich der Leiter des Katakomben-Theaters und Musiker Kazým Çalýþgan inspirieren lässt und die Berührungspunkte zwischen Tradition, Moderne und Avantgarde sucht, ist das spirituell Ergreifende der Musik nicht fremd. Ähnliches findet sich überall in der Welt und findet sich auch zusammen. So haben sich Hampar Sarafian und das Katakomben-Theater zu einer Zusammenarbeit bezüglich afrikanischer Klangwelten zusammen geschlossen und präsentieren, nicht unter europäisch-ethnographischer Perspektive afrikanische Musik, sondern unter transzendent-musikalischer.

Damit wird afrikanische Musik in der Klangreise nicht vorgeführt, sondern die Menschen durch sie mitgenommen und in sie eingeführt. Klangreise bedeutet auch die Veränderung eines Standpunktes, einer Perspektive und der Hörgewohnheiten.

Hampar Sarafian hier als Veranstalter aktiv ist selbst ein praktizierender Bodytalker, Tänzer, Musiker, Dozent und Experte, der sich wie kaum ein anderer als Reiseleiter für die Klangreise Afrika eignet.

Am Samstag, 28. März 2015 um 20.00 Uhr ist das 12-köpfige Ensemble um den bekannten Musiker Natty Marbell die Otumfuo Band im Katakomben-Theater zu erleben. Trommel-Tanz-Rituale aus Ghana. Eintritt im Vorverkauf 15/12 Euro im Katakomben-Theater Essen.






Das Katakomben-Theater startet wieder mit einem vielfältigen Programm ins neue Jahr

Das Katakomben-Theater in Essen-Rüttenscheid im Girardet-Haus spricht ein breites Publikum auf eine sehr vielfältige Weise an. Das Programm reicht von Klassik bis Kabarett, und saisonal ist Kindertheater auch dabei. So werden die drei Ks neu definiert. In den vergangenen Jahren haben sich Programmschwerpunkte wie Jazz for the People (jeden Mittwoch) oder Campus Jazz und Clubdates in regelmäßigen Abständen etabliert und fehlen auch dieses Jahr nicht im Programm. Neu dazu gekommen war im vergangenen Jahr der Programmpunkt montags TRANSAESTHETICS - Das Trio Fethi Ak, Kazým Çalýþgan und Jens Pollheide und ihre Gäste experimentieren und erproben neue musikalische Zustände. «Transaesthetics» ist nicht nur ein Gruppenname, ein Bandtitel, sondern ein musikalisches Programm, ein Experimentierfeld und Labor für eine Neukombinatorik unterschiedlicher Stil- und Genreelemente, Instrumente aus aller Welt und mit Musikern aus aller Welt.

Ganz traditionell gehört die JAZZ OFFENSIVE ESSEN in den Januar des Katakomben-Theaters.

Als neues Format führt das freie Theater mit dem Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker Önder Baloðlu Klassisch Unterirdisch ein. Klassik trifft auf Literatur und andere ästhetische Gattungen und musikalische Genres. Im Februar wird das Forellenquintett von Franz Schubert präsentiert und im März heißt es «Die Heimat, die Sterne oder meine Jugend, was ist mir ferner?» mit Texten von N.Hikmet.

Überhaupt wird das literarische Programm des Katakomben-Theaters in diesem Jahr erweitert. Das musikalische Schwergewicht der freien Szene bekommt ein literarisches Sahnehäubchen. Eine weitere programmatische Verstärkung ist der Mime Habbe Ehrenfeld mit Hope Island- Eine Mime-Performance!. Ein Blick ins Programm lohnt sich in jedem Fall. Und Neugierige finden montags und mittwochs immer Musik und freitags Salsa in den Katakomben.


Rembetiko in den Katakomben

Wer die Schnauze voll hat, die grünen Blätter des Tannenbaums zu besingen oder die Glöckchen klingen zu lassen, oder wer damit bereits fertig ist am Heiligabend und nach der Bescherung etwas anderes sucht; wer die Stille der Nacht gegen griechisch-türkische Großstadtmusik eintauschen möchte, ist am 24.12. nach 21.00 Uhr im Katakomben-Theater herzlich willkommen!


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Freunde des Katakomben-Theaters e.V.

Bereits Anfang 2014 begann die Initiative zur Gründung eines Vereins Freunde des Katakomben-Theaters zur Unterstützung der kulturellen Arbeit des interkulturellen Theaters in Essen-Rüttenscheid. Mittlerweile besteht das Theater nicht nur seit zehn Jahren, sondern hat sich im Bereich Weltmusik, Jazz, Kabarett auch einen Namen gemacht und engagiert sich auch mit seiner KulturAkademie-Ruhr auf dem Feld der kulturellen Bildung.

Auf der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Katakomben-Theaters erklärten sich Regina van Dinther (MDL-CDU) und Gönül Eðlence (Landesvorstand GRÜNE/Bündnis90) bereit, als Botschafterinnen der Freunde und des Katakomben-Theaters aktiv zu werden, worüber sich das Katakomben-Team und der Vereinsvorstand bestehend aus Serap Türkel-Ayýk, Mehmet Akbulut, Hikmet Baz sehr freuten. Auch Britta Altenkamp (MdL-SPD) stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag hatte sich zuvor schon solidarisch und freundschaftlich verbunden mit dem Theater, das Kultur ohne Grenzen macht, gezeigt und einen Fototermin mit der Kulturministerin Ute Schäfer im Düsseldorfer Landtag arrangiert. Allen ist das Anliegen gemeinsam, das Katakomben-Team in seiner Kulturarbeit zu unterstützen und das Programm des Katakomben-Theaters zu verbreiten.




Mussins Mutationen

Muhsin Omurca mit einem Katakomben-Special am 4. Dezember 2014 in Essen. Und raten Sie mal, wo in Essen!
Im Katakomben-Theater


Wer irgendwie warum auch immer völlig aus der Luft gegriffen dem Plakat von Muhsin auf den Leim geht und mit der Ankündigung des Kabarettisten einen Varieté-Abend verbindet, sich schon auszumalen beginnt, wie eine Schönheit à la Nicole Kidman in Erkenntnis der Tatsache «Diamonds are the girls best friend» von der Decke herabschwebt, der liegt schon nicht ganz falsch. Der Kanakman, der tagsüber Deutscher und nachts Türke ist, macht Träume wahr. Mutierte er zwischendurch zum Karikatürken, so schlägt er nun als Sänger ein und betört uns mit neuen Visionen: Nicole Kidman muss dem geballten Türkenhumor weichen; gesungen wird trotzdem - von göttlichen Erlässen und Mamas auf facebook.

Das ist das Exklusivprogramm von Muhsin Omurca in Begleitung seiner musikalischen Freunde Kazým Çalýþgan und Atila Elmalý... nein, nicht in Moulin Rouge, sondern im Katakomben-Theater... nein, nicht in Paris, was soll der Türke in Paris? dort steht nur eine Stahlkonstruktion zum Türmchen aufgehäuft... der alte Kanakman aber kommt ins Mutterland des Stahls, schwebt von der Decke hernieder und bringt uns die Flötentöne bei: von wegen «Diamonds are the girls best friend»! Wer so was annimmt, kennt Mussin nicht!




Sam Wooding-Band, die 1931 als erste afroamerikanische Band in Essen auftrat. (Stadtarchiv Essen)

Als der Jazz nach Essen kam - von den frühen 20er Jahren bis zum Beginn der Nazizeit

Ein unterhaltsamer Vortrag mit musikalischen Beispielen von und mit Ralf Jörg Raber
im Katakomben-Theater Essen


Stadtgeschichtliche Premiere: ein kurzweiliger Vortrag mit zeitgenössischen Bild- und Musikdokumenten, wann und wo in Essen zum ersten Mal Jazz - oder das, was man damals dafür hielt - gespielt wurde, welche "Jazzbands" und Lokale mit jazzorientierter Musik in den 20er Jahren in der Stadt existierten, Reaktionen der Essener Presse, Tourneen in- wie ausländischer Bands bis hin zum ersten gefeierten Auftritt einer schwarzen US-amerikanischen Jazzformation in der Stadt 1931.



Diskurs Interkultur unter dem Zeichen der Vorhaut

Der Berliner Theatermacher und Dramaturg Tuncay Kulaoðlu zu Besuch im Katakomben-Theater

Das namhafte Theater Ballhaus in der Naunynstraße, das zur Heimstätte des sogenannten postmigrantischen Theaters avanciert ist, ist die Wirkungs- und Arbeitsstätte von Tuncay Kulaoðlu. Als Theatermacher und Experte für postmigrantisches Theater ist Kulaoðlu auch im Rest der Republik gefragt. Und das Katakomben-Theater Essen hat nun die Ehre, ihn zu einem Talkabend und zu einem Symposium-Morgen als Gast empfangen zu dürfen.

Im Katakomben-Theater am 27. und 28. Oktober geht es um die Fortführung der Gespräche, die ihren vorläufigen Höhepunkt aber auch ihr vorläufiges Ende am 13. Januar 2014 im Schauspiel-Essen gefunden hatten. Das Kulturbüro in der Gestalt seines Dezernenten Andreas Bomheuer scheint sich der gegenwärtigen allgemeinen Tendenz anschließen zu wollen, dass der bisherige Diskurs Interkultur angesichts der neuesten weltpolitischen Modethemen wie IS und Terror, der sich des Islam bedient, überflüssig geworden sei. Damit hätte der Terror zumindest über den Diskurs Interkultur gesiegt. Dem widerstehen und widersprechen derzeit das Team des Katakomben-Theaters und in Kooperation mit ihm das Büro für Interkultur Essen mit dieser Veranstaltung.

Das aktuelle Projekt, an dem Tuncay Kulaoðlu im Ballhaus mitwirkt, trägt den Titel: «Vorhaut». Thetralisch aufbereitet ist darin das Thema der Beschneidungsdebatte, was in der Öffentlichkeit vor einiger Zeit kurz aufflackerte und nun durch andere Themen wieder ersetzt und verdrängt wurde. Nicht so im Ballhaus, wo in «Vorhaut» heiter bis ernst die Beschneidung im interkulturellen Blickwinkel auf der Tagesordnung bleibt.

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Die Rückkehr des Körpers in die Bewegung

von Uri Bülbül

In unseren Gesprächen für unser Buch «Bedingung & Möglichkeit. Gespräche über Kulturalität» zwischen Salomé Klein und mir fiel das Wort auch auf Tanz, was er für Salomé bedeute und worin sie den Unterschied zu Ballett sah. Dabei entstand Salomé Kleins Gedanke, der schier Hegelisch anmutet: das Ballett sei bestrebt, den Körper gänzlich in der Bewegung aufgehen zu lassen. Der Idee nach sei das Ballett reine Bewegung am besten ohne Körper mit seiner Physikalität, Schwere, Ausdehnung und mit seiner Trägheit. Darin wohnt dem Ballett der Rationalismus der europäischen Kulturphilosophie inne, der Sinne, Sinnlichkeit wie den Körper negiert, als Störfaktor und Quelle der materiellen Irrtümer auffasst und in der reinen Idee ganz platonisch ihr Heil sucht.

Ballett sei, so Salomé Klein, Bewegung ohne Körper, die reine Idee der Bewegung. Logisch Konsequent ist dann natürlich, dass Ballerinas kaum Busen und Po haben dürfen und am besten nur aus Haut und Knochen bestehen, die transparent und luftdurchlässig sind.

Das Tanztheater hingegen bildet das Gegenkonzept zum platonisch motivierten Ballett, ist seine Antithese sozusagen, sein Gegenpol: der Körper in seiner Ausdehnung, Materialität, Mechanik und Physik wird als Träger der Bewegung etabliert. Nicht die Bewegung an sich zählt, sondern der Körper, der sich bewegt.

Vor diesem theoretischen Hintergrund erscheint es nur konsequent, wenn sich das Festival für zeitgenössischen Tanz in Essen in Kilogramm bemisst und betitelt: 638 Kilo Tanz. Das Konzept wird dadurch abgerundet, dass der Tanz auch die Bühne verlässt und auch einer Kleingartenanlage einen Besuch abstattet.



Das Katakomben-Theater Essen feiert 10-jähriges Jubiläum



Im Kulturprogramm dokumentieren wir die Aktivitäten anlässlich des Jubiläums in einer kleinen Online-Doku

29. September 2014


Mit einem Geburtstagsempfang feiert das Theater in Essen Rüttenscheid, das von türkischen Migranten als ein interkulturelles und internationales Theater mit Musikschwerpunkt mit Jazz, Weltmusik betrieben wird, aber auch ein Standbein in kultureller Bildung hat, sein zehn jähriges Bestehen. Weitere Veranstaltungen und Publikationen werden in den folgenden Wochen «das Licht der Bretter erblicken, die die Welt bedeuten». Schräg, lustig und voller Tatendrang nimmt das Katakomben-Team die nächsten zehn Jahre in Angriff.

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Slinky Springs to Fame
Literat der Grausamkeit

Jo Ziegler über ein Interview-Vormittag mit dem Sprecher des Katakomben-Theaters Uri Bülbül

Zwei Freunde ziehen los und suchen einen symbolischen Ort auf, und zwar nicht, um über Gott und die Welt zu sprechen, sondern über Kulturarbeit zu philosophieren. Uri Bülbül, Sprecher des Katakomben-Theaters Essen ist ein scharfer Kritiker der Kultur- und Förderungspolitik und jemand, der Polemik als ein literarisches Stilmittel begreift und häufig zum Ärger der aufs Korn Genommenen praktiziert. Immer wieder engagierte er sich in der Kulturszene des Ruhrgebiets seit 2005 mit Ideen wie die Gründung eines Labors für interkulturelle Netzwerke oder ein Zentrum für Weltmusik im Katakomben-Theater oder die Schaffung eines alternativen Internetportals für kreatives und kollaboratives Schreiben unter dem Titel www.poesiepedia.de, gründete 2006 das textzentrum-essen und 2013 die Kulturlaube im Kleingartenverein Am Grüngürtel in Bochum. Seiner Feder entstammt auch die KulturAkademie-Ruhr oder das Konzept für das Buch «Die Elegie der Gastarbeiterschaft», wofür er auch einen Beitrag und das Vorwort schrieb. Im Oktober 2013 brachte er auch sein Buch «Der Auftrag» heraus. Eine mehr oder weniger deutliche Hommage an Heiner Müller und zugleich eine Verarbeitung seiner eigenen politischen wie philosophischen Erfahrungen in einem «Spiel für Stimmen zur Untersuchung der Anatomie des Verrats».

Zur Zeit arbeitet er am Lektorat seiner Novelle «Brachland» und schreibt das Schlusskapitel des kollaborativen Werkes «Bedingung und Möglichkeit. Gespräche über Kulturalität als ein Beitrag zur rhizomatischen Transzendentalphilosophie der Kultur».
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Thomas Sarbacher
Stewart O'Nan Foto: Philippe MATSAS_ Opale

Von Sinnen. Eros und Illusion
Literaturbüro Ruhr e.V. präsentiert im Rahmen der Reihe «Von Sinnen. Eros und Illusion» den US-Autor Stewart O`Nan

In Kooperation mit dem Katakomben-Theater Essen präsentiert das Literaturbüro Ruhr im Rahmen der Reihe «Von Sinnen. Eros und Illusion» den US.Autor Stewart O'Nan. Stewart O'Nan liest aus seinem neuen Roman «Die Chance» («The Odds. A Love Story») und spricht mit David Eisermann. Der aus Funk- und Fernsehen bekannte Schauspieler Thomas Sarbacher, der auch zahlreiche Hörbücher aufgenommen hat, liest aus der Übersetzung ins Deutsche.

Gemeinsam machen Marion und Art Fowler eine Pauschal-Busreise zu den Niagarafällen, wohin sie dreißig Jahre zuvor auch ihre Hochzeitsreise führte. Im Gepäck befindet sich ihr gesamtes Barvermögen, denn Art glaubt zu wissen, wie man beim Roulette gewinnen kann. Sie schmuggeln das Geld nach Kanada ein, wechseln es in Jetons und beziehen in einem Casino eine teure Hochzeitssuite. Arbeitslos und verschuldet, wie sie sind, haben sie nichts mehr zu verlieren. Das Haus, in dem ihre Kinder groß geworden sind, muss verkauft werden, ihre Ehe, von Seitensprüngen untergraben, steht vor dem Aus.

Also greifen sie nach dem letzten Strohhalm: tagsüber beim Sightseeing an den spektakulären Wasserfällen, vor allem aber abends, im Casino. Sie spielen am ersten Abend und am zweiten. Und setzen alles auf eine Karte.

Donnerstag, 4. September 2014, 20 Uhr
Katakomben-Theater im Girardet Haus, Girardetstraße 2 - 38, 45131 Essen
Eintritt: 8/10 € (Vorverkauf/Abendkasse)
Karten unter 0201. 43 04 67 2/- 43 04 67 1 oder katakomben-theater@web.de
Kartenreservierung empfohlen

Der Affe
Grenzgang zwischen Tier und Mensch

Samstag, 13. September 2014 in der Kulturlau.be
Am Grüngürtel Garten Nr.6 | Bochum-Grumme


Ein Affe berichtet in der Kulturlau.be auf der Terasse einer Gartenlaube im Bochumer Kleingartenverein Am Grüngürtel e.V. über seine biographische Vergangenheit vom tierischen Affenwesen hin zum zivilisierten Menschen.

Dieser Bericht lässt viele Deutungsmöglichkeiten offen und legt den Blick frei auf Fragen wie: wer oder was ist der zivilisierte Mensch? Wann macht sich ein Wesen zum Affen? Wodurch verliert es oder verwandelt es seine Identität? Was bleibt nach einer Metamorphose von der Ursprünglichkeit übrig? Oder handelt es sich hierbei um gar keine Metamorphose?

In der Regie von Isabel Sandig spielt Ralf Gottesleben in einer einmaligen Darstellung von Kafkas Bericht für eine Akademie den Referenten.

In zwei Veranstaltungen im SAGO in Essen-Rüttenscheid moderierte Uri Bülbül die anschließende Diskussion einmal mit dem Affen höchst persönlich und einmal mit dem Darsteller des Affen Ralf Gottesleben.

Der Auftritt des AFFEN in der Kulturlau.be wird den Bericht für eine Akademie in einem neuen und womöglich einmaligen Licht erscheinen lassen.

Beginn: 19.00 Uhr

Karten: 15€ (Vorbestellung bei uri@schreibhaus.de dringend empfohlen).

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Willi Baumeister im Duisburger Museum Küppersmühle

Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen ist eines der größten deutschen Privatmuseen. Es bietet Ausstellungen und eine Sammlung deutscher Kunst von den 1950ern bis heute. Es eröffnete am 4. Juli die Retrospektive «Willi Baumeister - International»

Gerne schmückt sich der Kulturbetrieb im Ruhrgebiet mit dem Attribut «international», will sich immer wieder als Schmelztiegel der Kulturen und Nationen hochleben lassen und mit dieser Vitalität nach dem Stern der Metropolenrolle greifen. Eine Stufe der Leiter zum Mond ist das Museum Küppersmühle.

Kaum ein Künstler werde so sehr mit der deutschen Nachkriegskunst in Verbindung gebracht wie er. Als Verfechter der abstrakten Malerei gilt er auch als ein wichtiger Kunsttheoretiker. In der Presse wird er mit Miró oder Picasso verglichen und erhält dazu das Attribut "deutsch". Die Duisburger Ausstellung bis zum 5. Oktober 2014 versucht mit 100 Exponaten den Künstler und Kunsttheoretiker Willi Baumeister im internationalen Kontext darzustellen.

Die Kuratorin der Ausstellung ist Ilka Voermann.

22. blicke - filmfestival des ruhrgebiets

Vom 19. bis zum 23. November 2014 findet das 22. blicke filmfestival des ruhrgebiets statt. Filmerinnen und Filmer sind aufgerufen, das Festivalprogramm mit ihren Werken mit zu gestalten.

Ob kurz oder lang, dokumentarisch, fiktional oder experimentell. Anregend, aufregend, ernsthaft, unterhaltsam oder provokativ. Musikalisch oder politisch. Im eigenen Stil.
blicke richtet sich an Filmemacherinnen und Filmemacher mit Verbindung zum Ruhrgebiet: Sie wohnen hier, sind hier geboren, haben hier gedreht, ihre Ausbildung gemacht oder thematisieren Aspekte der Region.
Die Reglements zu den Wettbewerben sind unter www.blicke.org einzusehen.

Einsendeschluss ist der 08. September 2014.

Exklusiv wird es in diesem Jahr einen Online-Sonderwettbewerb geben: Für Wie ist das hier? 21+1 sind alle FilmerInnen mit Wohn- oder Geburtsort im Ruhrgebiet gefragt, in Kurzfilmen von 22 Sekunden wache, anregende oder kritische Blicke auf die vielen Ecken und Kanten des Ruhrgebiets zu zeigen. Die Filme können animiert, dokumentarisch, fiktional oder experimentell sein - nur nicht länger. Die Einreichungen können auf CD und DVD, einem downloadfähigen Link oder direkt vom Handy aus erfolgen. Ab dem 15. Oktober werden alle Beiträge online auf den Webseiten von blicke.org, do21.tv und LABKULTUR.TV zu sehen sein. Ausgewählt von einer Jury werden 10 Clips während der Festivaltage von blicke 22 (19. -23. 11.) permanent zu sehen sein. Über diese 10 Beiträge kann das Festivalpublikum abstimmen. Die beiden Clips mit den meisten Stimmen erhalten je 500 EUR - gestiftet vom Kooperationspartner do21.tv.

Symposium Homo Oeconomicus am Schlosstheater Moers
20./21. Juni 2014

Unter dem Titel Sichtungen veranstaltet das NRW KULTURsekretariat in Kooperation mit Theatern in Nordrhein-Westfalen eine Reihe von Symposien, bei denen im regelmäßigen Turnus Kunst und Theorie einander begegnen. Mit Anbruch des digitalen Zeitalters ist eine rasante Veränderung der Konstellation der unterschiedlichen Künste zueinander zu beobachten. Verschiebungen dessen, was einmal unter dem pathetischen Topos des Gesamtkunstwerks firmierte, sind unübersehbar. Mit dem Begriff der Enthierarchisierung versucht zeitgenössisches Denken diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Die Reihe Sichtungen fokussiert die aktuelle Entwicklung, indem sie den komplexen Beziehungen einzelner Formen zueinander nachgeht und die Veränderungen vor dem dynamischen Horizont der beschleunigten Gegenwart erörtert.

«Wir repräsentieren Deutschland»

Die Forschungsgruppe des KWI-Essen präsentiert sich auf dem Kulturpfadfest mit einem Kurzfilm, von Mustafa Þentürk zusammengeschnitten aus den videografischen Daten der deutsch-türkischen Künstler Fatih Çevikkollu und Aydýn Iþýk sowie einer plattdeutsch-russlanddeutschen Kabarettistin Katharina Fast, die alle etwas zum Thema «Wir repräsentieren Deutschland»: Identität, Migration und Komik beitragen.

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«WILDES HOLZ» im Katakomben-Theater Essen ausverkauft

Pop, Klassik oder Rock auf Flöte, Gitarre und Kontrabass

AM Freitag, 13. Juni 2014 20.00 Uhr bringen sie die BASSMONSTERS auf die Bühne in Essen-Rüttenscheid. THE BASSMONSTERS sind das erste Kontrabass-Quartett, das echte Rockmusik auf echten Holzbässen spielt. Tobias Reisige, Markus Conrads und Anto Karaula bilden das Trio «Wildes Holz» und haben in THE BASSMONSTERS ihre Gesinnungsgenossen gefunden, mit denen sie für die Emanzipation ihrer unterschätzten und in Klassik gehüllten Instrumente eintreten können. So bleibt es bestimmt nicht nur bei der Forderung «Freiheit für die Blockflöte»!

Man werde ein wenig belächelt als Blockflötist, sagt Tobias Reisige, der diplomierter Jazz-Flötist ist. Viele wüssten nicht, dass man das Instrument überhaupt studieren könne. Dabei sei die Flöte im Mittelalter ein begehrtes Instrument gewesen und auch in der neuen Musik wieder zu finden. Allein die Klassik bevorzuge die Querflöte, die sich für sie besser in den orchestralen Sound einfüge.

Für einen interessanten und unterhaltsamen Musikabend ist im Katakomben-Theater mal wieder gesorgt. Unter dem Motto «Kultur ohne Grenzen» hat das Theater in Rüttenscheid immer ein außergewöhnliches Programm.

Philosophie des Jazz

Daniel Martin Feiges Buch über die Philosophie des Jazz bei Suhrkamp erschienen

Was ist Jazz? Wie unterscheidet er sich von anderen Arten von Musik? Und inwieweit handelt es sich bei ihm um einen besonders interessanten Gegenstand für das Nachdenken über ästhetische Fragen? M.D. Feiges «Philosophie des Jazz» stellt laut Verlag die erste philosophische Auseinandersetzung dar, die sich dem Jazz widmet. Daniel Martin Feige geht darin der Frage des Verhältnisses zwischen Jazz und europäischer «Kunstmusik» nach und untersucht den Zusammenhang zwischen Musiker und Tradition sowie zwischen Werk und Improvisation.

Er stellt dabei die These auf, dass erst im Jazz zentrale Aspekte musikalischer Praxis überhaupt explizit gemacht werden, die in der Tradition europäischer Kunstmusik implizit bleiben.

Kunstphilosophisch etwas unbefriedigend und schwerfällig hingegen, sein Versuch an der alten Trennung zwischen ernster und Unterhaltungsmusik festzuhalten, indem er Kunstmusik von anderer Musik wie etwa Popmusik unterscheidet. Dabei wäre diese Unterscheidung für die Herangehensweise an die Philosophie des Jazz nicht zwingend notwendig:

«Es geht bei dieser Bemerkung nicht darum, bestimmte Arten von Musik aus dem Kanon der Kunst auszuschließen; es geht also nicht darum, ein inhaltlich konservatives Verständnis dessen, was künstlerische Musik sei, zu verteidigen. Denn es geht hier gar nicht um eine inhaltliche Entscheidung. Es geht allein darum, dass wir, wie auch immer wir im Einzelfall argumentieren würden, den Unterschied zwischen künstlerischer Musik und Musik, die keinen künstlerischen Anspruch erhebt, grundsätzlich verstehen. Kurz gesagt: Es gibt Musik, die keine Kunst ist, so dass kunstphilosophische Fragen nur einen Teilbereich musikphilosophischer Fragen ausmachen.»

Wie auch immer haben wir es hier mit einem Buch zu tun, dessen Erscheinen wir freudig begrüßen und uns den mitgebrachten Auseinandersetzungen und Anregungen stellen können.

Das Geheimnis der Fragmente

LITERATUR, MUSIK UND BILDENDE KUNST

Texte und Videos: Christoph Überhuber

Unfertige Texte und Bilder, Momentaufnahmen eines unterbrochenen Prozesses, regen die Fantasie besonders intensiv an. Wie hätte der künstlerische Prozess weiter gehen können? Das Fragmentarische fordert die Gewohnheiten unserer Wahrnehmung heraus und bereichert unsere Sicht auf die Wirklichkeit. Sehen wir Dinge überhaupt jemals als Ganzes oder nicht immer nur als Fragment? Wie ergänzen oder verändern wir sie in unserer Phantasie, ohne uns dessen bewusst zu sein?

Thema des Vortrags und von drei Videos sind Fragmente aus den Bereichen Literatur, Musik und bildende Kunst. Historisch und an Hand von aktuellen Beispielen wird die Bedeutung künstlerischer Fragmente aufgezeigt.





Musikalischer Aufbruch im Katakomben-Theater mit dem Transaesthetics-Trio


Montags ist Transaesthetics-Tag postet der Leiter des Katakomben-Theaters und Musiker Kazým Çalýþgan auf facebook. Am heutigen Montag (19. Mai 2014)) erfreut der musikalische Gast Alex Morsey das Katakomben-Publikum.

Fethi Ak (Percussion)
Kazým Çalýþgan (Percussion, Stimme und Kopuz)
Jens Pollheide (Bass, Flöten)
Der Gast der Abends: ALEX MORSEY (Kontrabass, Tuba, Stimme, Guembri)



Musik, Mythos, Migration


«Das Konzept ist besser als immer nur interreligiöse Dialoge zu führen»
Kazým Çalýþgan im Gespräch mit Uri Bülbül


Im vergangenen Jahr erteilte das Integrationszentrum Essen Uri Bülbül den Auftrag, mit Schlüsselfiguren der Kultur- und Interkulturszene in Essen Interviews zu führen und diese zu dokumentieren. Hier der komplette Wortlaut des Interviews mit Kazým Çalýþgan, dem Musiker und Leiter des Katakomben-Theaters.

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