
|
![]() Der Förderverein Haus Kemnade, die Musikinstrumentensammlung Grumbt e.V. und das Kunstmuseum Bochum hätten sich gewünscht, die Sammlung im Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 im Rahmen einer Ausstellung über Musik im Ruhrgebiet völlig neu präsentieren zu können. Leider wurde dies nicht realisiert. Obwohl die Wasserburg Haus Kemnade mit Ausstellungen, Führungen, der Sammlung historischer Musikinstrumente und dem Festival Kemnade International eine wichtige Kulturstätte im Ruhrgebiet ist, konnte sie sich in den Kulturhauptstadtplanungen nicht gebührend platzieren. Und so wurde auch das einst "größte Ausländerfest" in Deutschland, dann das wichtigste integrationspolitische und interkulturelle Weltmusikfestival Kemnade International zu unrecht marginalisiert. Und nun ist es sogar in seinem Fortbestand gefährdet, obwohl es in diesem Jahr noch einmal als "Drei-Ufer-Projekt" in veränderter Form aber mit allen traditionell daran beteiligten Vereinen und Initiativen durchgeführt wird. Vom Erfolg in diesem Jahr könnte auch die Zukunft des Festivals abhängen.
Rita Jobs, die Vorsitzende des Fördervereins Haus Kemnade und
Musikinstrumentensammlung Grumbt e. V. und der Leiter des Museums Bochum
Dr. Hans Günter Golinski eröffneten kurz und ohne Umschweife die Ausstellung und
machten zugleich auf die schwierige finanzielle Situation aufmerksam. Nichtsdestotrotz
sei ihnen mit Hilfe vieler ehrenamtlicher und musik- und kulturbegeisterter Helferinnen
und Helfer gelungen, die Ausstellung zu organisieren. Rita Jobs nannte den Musiker des
Tages Hüsnü Iþýk einen Urgestein der Kemnade - zurecht, wenn man bedenkt, dass Hüsnü Iþýk
seit 1974 musikalisch das Festival Kemnade International begleitet.
Hüsnü Iþýk spielte zunächst zwei Lieder zur Eröffnung und gab anschließend an die Führung durch die Ausstellung ein Konzert.
|