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trance music & sufi dance
«Wenn das Herz vor Freude springt und die Verzückung groß und die Erregung kulminant ist, fallen die gewöhnlichen Formen ab, der Zustand ist weder Tanz noch körperlicher Genuss, sondern das Aufgehen der Seele», heißt es in der Dervish-Philosophie. (Ibn Taymiya 1263-1328) Man kann diesen Zustand auch als Nefes in Motion bezeichnen, wonach die Gruppe mit Murat Çakmaz (Ney, Zurna, Kavala), Andreas Heuser (Gitarre, Violine), Kazým Çalýþgan (Percussion, Gesang), Jens Pollheide (Bass, Querflöte) und Talip Elmasulu (Sema-Tanz) -in der alten Formation- benannt ist. In der neuen Formation hat sich der Dervisch verflüchtigt. Statt der tänzerisch-visuellen Attraktion wird Nefes in Motion von einem virtuosen Blasinstrumentalisten verstärkt. Marcin Langer ist eine musikalische Bereicherung für die Gruppe und mit Jens Pollheide und Murat Çakmaz zusammen der Sound des Odems. ![]() Während Murat Çakmaz mit Ney, Zurna, Kavala sehr alte und traditionelle Holzblasinstrumente spielt und Jens Pollheide mit der Querflöte die Brücke von der Tradition zur Moderne bildet, macht Marcin Langer mit seinen Instrumenten den Schritt ins elektronische Zeitalter. Kazým Çalýþgan bemerkt zur Philosophie der Gruppe: «Natürlich greifen wir traditionelle, alte Themen und Motive auf, vertonen Lieder, die vor Jahrhunderten gespielt und gesungen wurden. Aber wir verleugnen nicht, daß die Zeit nicht stehen geblieben ist. Wir leben in einer Zeit der Elektrizität und Elektronik. Unsere Wurzeln sind tief in der Erde. Wir sind in der Tradition verwurzelt. Aber wir strecken uns nach dem Himmel, öffnen uns auch der Gegenwart und der Zukunft.» In diesem Sinne ist Nefes in Motion sowohl in ihrer personellen Besetzung als auch musikalischen Ausrichtung eine inter- und noch mehr eine transkulturelle Gruppe. Dieses Ruhrgebietsensemble vollführt einen
musikalischen Brückenschlag zwýschen oder besser: die transversive Durchdringung
von Orient und Okzident. Tradition und Moderne fließen ineinander und bilden neue
Rhythmen und Klangfarben, wobei der orientalischen Flöte Ney als Blasinstrument vor
dem bisher Gesagten eine besondere Rolle zukommt.Traditionell überlieferte Stücke werden von der Gruppe durch jazzige Harmonien und Improvisationen variiert aber auch neue Stücke komponiert. E-Gitarre und E-Violine (Andreas Heuser) sorgen mit reichlich elektronischer Klangbearbeitung für ein weiträumiges Klangbild. Ergänzt werden die Stücke durch traditionelle und elektronische Percussion und durch Jens Pollheide an Bass und Querflöte. Hörproben bei MySpace |