
|
Während andere Galerien
Kunstgalerien heißen nennt das Künstlerteam, das die Galerie im Girardet Haus ins
Leben gerufen hat, seine Galerie Künstlergalerie. Die Zeichen sind klar gesetzt:
die Künstlerinnen und Künstler, die diese Galerie ins Leben gerufen haben, gehen ihre
eigenen Wege ganz eigenständig und verlassen sich nicht auf den Kunstmarkt, der von
Galeristen beherrscht wird. Schon der Name ist Programm: Er verweist nicht nur auf die
Kunst "diese Art", sondern mit dem "R" dazwischen auch auf die Art und Weise eventuell
der Herstellung, insbesondere aber des Vertriebes. In der Galerie nach "dieseRArt" haben
die Künstlerinnen und Künstler selbst das Sagen.
Es ist ein Kollektiv von sechs Künstlern:
Steht Deutschland vor einem dramatischen Zivilisationsverfall,
während man überall noch hoffnungsfroh von den großen Chancen der Kultur und Kunst
für Gesellschaft und Wirtschaft spricht? Umnebelt vom Mythos einer deutschen
Kulturnation, geblendet von der vermeintlichen Vielfalt eines institutionalisierten
Kulturbetriebes und unterwandert vom Hoffnungsschimmer des Marktes,
gestalten die Akteure der deutschen Kulturlandschaft fatale Entwicklungsperspektiven
für das Land- und die Kulturhauptstadt 2010 lebt es vor.
Mit 14 Thesen zum kulturellen Geschehen und seinen (un)heimlichen
Weichenstellungen für die Zukunft, die als Ausdruck eines gesellschaftlichen
Wahrnehmungsnotstandes erscheinen, fordert der Philosoph und Kulturmanager Robert
Smajgert in seinem Buch
«Deutschland kultur-los 2010. Eine Streitübung!»
zur kritischen Selbstreflexion der gegenwärtigen Entwicklungsrichtung auf,
um Anspruch und Wirklichkeit eines menschengerechten Kulturbildungsprozesses
ins Bewusstsein zu rufen. |
|