03. Februar 2012 | Drohende Museumsschließung in Bochum

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 


 
 

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Freitag, 10. Februar 2012

Lesungsfreitag in Bochum mit:
«DRUCKSTELLEN - Erlesenes aus der Bibliothek des Ruhrgebiets»

und

«WOLFSZORN»

So haben Literaturfreunde, die gerne Lesungen besuchen und Literatur nicht nur aus Büchern konsumieren, am Freitag, 10. Februar 2012 die Qual der Wahl:
Während die Bibliothek des Ruhrgebiets die Anthologie des Literaturwettbewerbs über das Ruhrgebiet präsentiert, stellt die Mayersche Buchhandlung in Kooperation mit dem Universitätsverlag Brockmeyer Bochum den Krimi der Autoren Rainer Küster & Rüdiger Schneider: «Wolfszorn» vor.

«Leb im Ballungsgebiet, das an Druckstellen wie Fallobst aussieht.»

Unter diesem Motto beteiligten sich über 160 Autoren und Autorinnen am 2. Ruhrgebiets- Literaturwettbewerb, bekannte Namen sowie junge Nachwuchsautoren. Entstanden ist eine bunte Mischung aus nachdenklicher Prosa, humorvoller Erzählungen und prägnanter Gedichte. Kreativ und innovativ sind Autoreninnen und Autoren an die thematische Vorgabe gegangen.

Die Bibliothek des Ruhrgebiets lädt gemeinsam mit dem Klartext-Verlag herzlich zur Preisverleihung ein. Sie findet im Rahmen einer Premierenlesung statt, die gleichzeitig der Auftakt zu einer großen Lesetour durchs gesamte Ruhrgebiet ist.
Freitag 10. Februar 2012, 18:00 Uhr
Rainer Küster & Rüdiger Schneider:
«Wolfszorn» Krimilesung.
Die beiden Autoren lesen aus ihrem neuen Revierkrimi mit viel Lokalkolorit aus Bochum und Hattingen in der Mayerschen Buchhandlung,
44787 Bochum, Kortumstr. 69-71.
Eintritt frei

Museumsschließung:
RuhrKunstMuseen kritisieren kulturfeindliche Sparphantasien
Museumsnetzwerk reagiert auf Absicht, Kunstmuseum Bochum zu schließen

25. Januar 2012. Die Direktorinnen und Direktoren der RuhrKunstMuseen appellieren an die Verantwortlichen der Landes- und Kommunalpolitik, den Bestand öffentlicher Museen und Sammlungen langfristig zu sichern und nicht zum Spielball bürokratischer Spar- und Abbruchphantasien zu machen.

«Erinnern sollte nicht zu Denkmalspflege verkommen»
Ein Statement des Archivs für KulturArbeit zu einer Möglichen Kooperation mit der Kulturakademie-Ruhr



im Januar u.a. mit
Paul Poets:
Empire Me

Eine dokumentarische Reise in Utopien


präsentiert

Tragödien des Alltags - zum Schreien komisch:

Multimedialer Theaterabend von Theater Gegendruck zum großen russischen Autor Daniil Charms hat zum Jahresbeginn 2012 Premiere
21. Januar 2012
in der Altstadtschmiede Recklinghausen



Das Katakomben-Theater in Essen:
interkulturell, vielfältig, vielschichtig


Anfang des vergangenen Jahres startete das Katakomben-Theater mit neuen Ideen und Vorhaben ins neue Jahr; es sollte ein Zentrum für Weltmusik gegründet werden. Später erwuchs daraus die Idee, eine «Kulturakademie-Ruhr» mit Schwerpunkt Weltmusik und Jazz zu etablieren. Im Oktober war es dann so weit; das Akademie-Projekt wurde offiziell ins Leben gerufen und der Ruhr-2010-Initiator und Chef Oliver Scheytt hielt bei der Eröffnung ein Impulsreferat.

Was im vergangenen Jahr angelegt und begonnen wurde, soll, wenn es nach dem Willen und den Plänen des Leitungsteams geht, in diesem Jahr gefestigt und ausgebaut werden. Stadt Essen und das Land prüfen eine Förderung, zeigen sich aber bisher eher zurückhaltend.

Nichtsdestotrotz sind die Macher des Katakomben-Theaters optimistisch und blicken voller Tatendrang in das Jahr 2012. Schließlich gibt es schon gute Kooperationen zwischen dem Katakomben-Theater und Ilse Storbs Labor für Weltmusik, die an der Folkwang Musikschule verankert ist, mit einzelnen Lehrenden der Folkwang Universität und mit Studierenden und jungen Absolventinnen und Absolventen. Zum Beispiel präsentiert Professor Thomas Hufschmidt CLUBDATES:

und die jungen Folkwang-Absolventinnen Laura Totzke und Mara Minjoli sorgen für «JoungFreshJazz.»
Das Leitungsteam verspricht sich auch einiges von dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen PostdramaEnsemble.

Eine bedeutende Persönlichkeit der Interkulturarbeit in NRW verabschiedet sich

Nach dreißig Jahren Dienstzeit bei der Stadt Duisburg verabschiedet sich einer der engagiertesten und bekanntesten Interkulturarbeiter des Landes von seinem städtischen Angestelltensein. Tayfun Demir war zuletzt im Referat für interkulturelle Kulturarbeit der Stadt Duisburg tätig, hatte zuvor noch den Vorsitz im Vorstand des DTR-Kulturrates inne, bis er von diesem Amt zurücktrat, das er als Nachfolger von Faruk Þen, des ehemaligen Leiters des Zentrums für Türkeistudien übernommen hatte. Immer wieder mischte sich Tayfun Demir mit interessanten und engagierten Ansichten in die Interkulturarbeit ein, organisierte Tagungen und Festivals. U.a. war er bei der Gründung des MELEZ-Festivals 2005 in der Bochumer Jahrhunderthalle dabei. In diesem Jahr brachte er auch ein Magazin unter dem Titel MelezArt heraus.

Eine einmalige Sonderedition eines Magazins auf künstlerisch und literarisch hohem Niveau, dessen regelmäßiges Erscheinen nicht eingerichtet werden konnte.

Tayfun Demir (links) präsentiert nicht ohne Stolz die Zeitschrift MELEZArt auf dem MELEZ-Festival 2005 in der jahrhunderthalle. Und Faruk Þen (rechts) bemerkt dazu: «So eine schöne Zeitschrift und kein Wort über das Zentrum für Türkeistudien?!»
Am 1. April 2008 organisierte Tayfun Demir eine große Zusammenkunft von Interessenten an einem Deutsch-Türkischen Kulturrat in der Alten Feuerwache in Duisburg, wozu der damalige Vorsitzende Faruk Þen offiziell einlud, dem Treffen aber fernblieb, an dem sich nahezu 100 Menschen aus NRW beteiligten.
Zu Tayfun Demirs Publikationen zählen auch zwei wichtige Bibliographien über die türkische Literatur in deutscher Sprache und über türkischstämmige Autoren unter dem Titel «Türkische Literatur in deutscher Sprache» und «TürkischDeutsche Literatur. Chronik literarischer Wanderungen». Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehört die Einrichtung einer türkischsprachigen Bibliothek in der Duisburger Stadtbüherei, wo er vor seiner Zeit im Referat für interkulturelle Kulturarbeit als Bibliothekar beschäftigt war.
Rechtzeitig im Oktober 2011 anlässlich des Abschlusses eines Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik und der Republik Türkei vorn 50 Jahren brachte er in dem von ihm gegründeten Verein Dialog e.V. unter der Rubrik «Dialog Edition» die von Sabine Adatepe angefertigte Übersetzung von Fakir Baykurts Roman «Yarým Ekmek» (Halbes Brot) heraus.
Montag, 28. November 2011
20.00 Uhr, in der Zentralbibliothek
Düsseldorfer Straße 5-7, 47051 Duisburg

stellt Tayfun Demir gemeinsam mit der Übersetzerin Sabine Adatepe den Roman vor und feiert zugleich seinen Abschied von seinem Angestelltenverhältnis bei der Stadt Duisburg. Möge dieser Schritt in den Ruhestand kein Schritt in einen Stillstand im Leben voller Aktivitäten von Tayfun Demir sein.
Uri Bülbül