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KulturAkademie-Ruhr
Die Drehscheibe der Weltmusik

Oliver Scheytt engagiert sich für die KulturAkademie-Ruhr
Frischer Wind in den Katakomben Essen seit Mitte 2010 -
so lässt sich Klimawandel im interkulturellen Theater Essens beschreiben.
In den sieben Jahren seines Bestehens gab es für seine Macher eine Menge
Gelegenheiten und Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln und Ideen zu entwickeln.
Anfang des Jahres 2011 feierte das Katakomben-Theater das Jahr nach der
Kulturhauptstadtphase mit dem Vorstoß, ein Zentrum für Weltmusik zu bilden und
institutionell im Haus zu verankern.
Das ist nicht weiter verwunderlich, da Kazým Çalýþgan, der Leiter des Theaters,
selbst Musiker und Musikmanager ist und im Ruhrgebiet zahlreiche Aktivitäten
organisiert, ob es zwischen 2002 und 2009 die Kemnade-International
war oder das Türkis-Festival im Gelsenkirchener Consol-Theater,
2005 das Melez-Festival in der Bochumer Jahrhunderthalle oder das
TWINS-Projekt mit dem Transorient Orchestra und dem Starklarinettisten
Selim Sesler aus Istanbul 2010.
An Kazým Çalýþgans Seite sind bekannte und verdiente Musiker der Region,
wie Andreas Heuser, Jens Pollheide oder Marcin Langer und seit dem vergangenen Jahr
auch Utku Yurttaþ. Sie alle machen zusammen nicht nur Musik,
sondern organisieren selbst Konzerte und geben Workshops oder sitzen in der
Jury wie beim bundesweiten Weltmusikwettbewerb Creole.
Çalýþgan und Heuser leiten gemeinsam das Transorient Orchestra und andere
kleinere Formationen wie Nefes in Motion, deren Musik einen
orientalisch-spirituellen Touch hat.
Über die genannten Personen hinaus gibt es an die 60 Musikerinnen und Musiker,
Tänzerinnen und Tänzer, die sich in unterschiedlichen Formationen und Bands an
den Aktivitäten beteiligen.
Zu nennen wären da der Oud-Spieler Sahpi Amara und der Percussionist Fethi Ak.
So hat das Katakomben-Theater eine massive Basis im Jazz- und Weltmusikbereich,
was nun zu seiner stärkeren Profilierung genutzt wird.
Die erste Idee unter dem Arbeitstitel Zentrum für Weltmusik hat sich zu
einer KulturAkademie-Ruhr weiterentwickelt und startet nun im letzten Quartal
des ersten Jahres nach der Kulturhauptstadt Europas, Essen für das Ruhrgebiet.
Die KulturAkademie-Ruhr wird sich in erster Linie und ganz wesentlich mit Weltmusik
und Jazz beschäftigen, renommierte Musikerinnen und Musiker zu Workshops in
Kombination mit Konzerten einladen und in Symposien eine Menge Gelegenheit bieten,
über Entwicklungs- und Fördermöglichkeiten für junge Bands nachzudenken.
Kooperiert wird dabei mit allen Akteuren der Region unter anderem mit der
Folkwang Musikschule und Folkwang Universität der Künste. Mit an Bord ist auch die
einzige weibliche Jazzprofessorin Europas und Bundesverdienstkreuzträgerin Ilse Storb,
die ein Labor für Weltmusik ins Leben gerufen hat.
Die KulturAkademie-Ruhr fühlt sich dem Metropole-Gedanken für das Ruhrgebiet
verbunden und geht nach dem Motto vor: «Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Ohne Workshops, Sessions, Symposien und Konzerte wäre es still um die Metropole.»
Konzeptionell beraten wird die KulturAkademie-Ruhr von Prof. Dr. Oliver Scheytt
persönlich, der am 10. Oktober 2011 bei der offiziellen Eröffnung der Akademie im
Katakomben-Theater ein Impulsreferat zum Konzept halten wird.
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