Transaesthetics Trio

Die Weltmusik im Katakomben-Theater schafft und setzt neue Maßstäbe: die alten Hasen des Metiers Fethi Ak (Percussion), Kazým Çalýþgan (Percussion, Gesang und Kopuz) und Jens Pollheide (Bass, Flöte) veranstalten ab Mai jeden Montag im Foyer des Katakomben-Theaters ab 20.00 Uhr Sessions und Konzerte mal als Transaesthetics-Trio und mal gemeinsam mit weiteren MusikerInnen des Genres und anderer Genres mit Experimentierfreude und der Bereitschaft, breit getretene Pfade zu verlassen und auch mal neben der Spur zu musizieren. Das Verrückte, Ungewöhnliche und Unvorhergesehene stehen im Vordergrund und werden zum zum musikalischen Programm.

Grenzen zu transzendieren ist doch mehr als Grenzen zu überschreiten; es geht nicht um das Schrille als Wert an sich, sondern um Entdeckung und Erschaffung neuer musikalischer Landschaften aus der Freude am Spiel, dem Humus der Traditionen und dem Verlangen nach mehr.

Am 5. Mai 2014 startete das Transaesthetics-Trio mit den Gästen Utku Yurttaþ am Klavier und Dimitrij Markitantov am Tenor- und Altsaxophon und an der Klarinette. Das Trio wird mit unterschiedlichen Gästen und auch manchmal alleine die Jazz-Montage im Katakomben-Theater bestreiten. Damit erweitert sich das regelmäßige Angebot des Theaters, das sich als ein Zentrum für Weltmusik und Jazz versteht, um die Sparte Oriental-Jazz neben Jazz for the People und Clubdates (organisiert vom Folkwang Musikprofessor Thomas Hufschmidt).

Während Clubdates etwa einmal im Monat stattfindet, hat sich Jazz for the People mittwochs als wöchentliche Veranstaltung schon etabliert. Davon ermutigt erweitert das Katakomben-Theater sein Angebot um die Montage, die musikalischen Grenzüberschreitungen und Experimenten gewidmet sind.

Jens Pollheide an Flöte, Kaval und Bassgitarre ist neben Kazým Çalýþgan das Standbein von TRANSAESTHETICS. Die beiden spielen schon seit Jahren in verschiedenen Formationen zusammen und sind musikalisch wie freundschaftlich miteinander verbunden. Gemeinsame Auftritte mit Okay Temiz und Tanar Çatalpýnar in den vergangenen Jahren waren nur einige von ihren Erfahrungsmeilensteinen. Lange Jahre spielten sie im Transorient Orchestra und Nefes in Motion gemeinsam mit dem Gitarristen Andreas Heuser und zählen zu den musikalischen Köpfen der Weltmusikszene.

Am 3. Mai 2014 traten sie im Rahmen der Ravensburger Jazznacht in Kooperation mit dem Bodenseefestival mit Yavuz Duman (Trompete, Flügelhorn), Roman Babik (Klavier) und Bernd Özsevim (Schlagzeug, Percussion) vor etwa 400 Besuchern auf, die sie zu begeistern vermochten. Zweifellos stellt TRANSAESTHETICS eine musikalische Innovation in dem Genre der Weltmusik/Jazz dar, was nicht zuletzt auch das Verdienst der Gruppe TRYOL mit dem Pianisten Utku Yurttaþ ist, der seinen Wirkungsschwerpunkt nach Istanbul verlegte. Zahlreiche andere Musiker aber nun um Jens Pollheide und Kazým Çalýþgan setzen die Entwicklung mit TRANSAESTHETICS fort.

Besonders erfreulich ist, dass die Montage durch den Klassepercussionisten und Trommelvirtuosen der Szene Fethi Ak bereichert werden.